Mit Farbprofilen bessere Druckergebnisse erzielen
vom 10.07.2007 um 20:51 Uhr von Susanne | Trackback URL
Kategorie(n): Grafik, Color Management

Die meisten Druckereien (egal ob Anzeigendruck oder der einfache Druck eines Flyers) verlangen die Konvertierung des Farbraums in ein ICC Profil. Der Vorteil: Die Farbabweichung ist nachher im Druck geringer und die Druckqualität ist optimiert, weil das Druckprofil die jeweiligen Spezifikationen (z. B. Zeitungspapier, gestrichenes Papier) berücksichtigt.
Und so geht’s:
1. Unter http://www.eci.org/eci/de/060_downloads.php oder auf der Seite der jeweiligen Druckerei das gewünschte Farbprofil herunterladen. Das gängigste ist das ECI-Offsetpaket und das RGB-Profil ECI-RGB.icc.
2. Nach dem Entpacken der Profile unter MAC OS X in den Ordner → Library → ColorSync → Profiles kopieren.
3. Photoshop öffnen und im Menu via → Bearbeiten → Farbeinstellungen unter Einstellung das neue Profil laden, benennen und unten angegebene Einstellungen vornehmen. Siehe Bild:

4. Bild in Photoshop öffnen. Zunächst beim Pop-up Fenster “Beibehalten → kein Farbmanagement” anklicken. Dann unter → Bearbeiten → In Profil konvertieren das gewünschte Profil einstellen. Bild wie gewohnt als tiff oder eps speichern, dabei das Kästchen “Profil einbetten” aktivieren.
5. InDesignCS2 öffnen. Wie bei Photoshop unter → Bearbeiten → Farbeinstellungen das neue Profil laden. Siehe Bild:

6. Datei in InDesign CS2 öffnen. Zunächst beim Pop-up Fenster “Beibehalten → Kein Farbmanagement” anklicken. Dann unter → Bearbeiten → In Profil konvertieren das gewünschte Profil einstellen und benennen.
7. Bei der PDF Ausgabe unter “Ausgabe” keine Farbkonvertierung einstellen, unter “Berücksichtigung der Profile” Quellprofile mit Tags einschließen einstellen.
Fertig!
Wer sich umfassender mit dem Thema Colormanagement befassen will, dem empfehle ich den kostenlosen Download des Cleverprinting Handbuchs auf www.cleverprinting.de unter der Rubrik Ratgeber.
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1 Kommentar(e) bisher
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> Geschrieben von dr3do am 18.02.2009 um 13:45
Das verstehe ich nicht: Warum beim Öffnen erst das Profil verwerfen (kein Farbmanagement) und dann in eciRGB wanden?
Das gibt doch eine Farbveränderung?
Wenn man beim Öffnen das eingebettete Profil behält - angenommen es ist ursprünglich das Richtige eingebettet worden - und dann umwandelt, gibt's nicht diese Farbversschiebung.
Mache ich einen Gedankenfehler?