Checkliste Webseitenlaunch
vom 15.08.2007 um 21:55 Uhr von Frank | Trackback URL
Kategorie(n): Webdesign, Diverses

Der Job ist durch und die Webseite fast online. Jedoch warten wie bei den Kreativen im Printbereich am Ende immer noch eine ganze Reihe von z. T. lästigen Aufgaben, die meiner Meinung nach neben dem Layout, Inhalt und der Technik für ein professionelles Gesamtergebnis unerlässlich sind und erledigt werden müssen. Folgend stelle ich eine Checkiste vor, die ich abarbeite, bevor eine meiner Seiten endgültig freigeschaltet wird.
Auf technischer Basis setze ich semantisches XHTML und die Trennung von Layout und Inhalt durch strukturiertes Markup voraus. Daneben sollte natürlich die Informationsarchitektur der Inhalte und die Navigation gut durchdacht sein.
Die Liste erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Bei spezifischen Punkten für Content-Management-Systeme ist ein CMS dem Tipp vorangestellt. Ergänzungen lasse ich bei neuen Erkenntnissen meinerseits hier als Updates einfliessen.
Allgemeines
- Überprüfung aller Links auf jeder Seite/Unterseite
- Favicon erstellen
- Statistiktool installieren
- Seite ins eigene Portfolio übernehmen
- CMS: Login für Auftraggeber einrichten (auch im Statistiktool)
- CMS: Einweisung/Anleitung für das entsprechende System einplanen
Inhalte (Text & Bild)
- Impressum mit allen relevanten Informationen vorhanden?
- alle Korrekturen des Auftraggebers abgearbeitet?
- Bilder für schnelles Laden ausreichend komprimiert?
- Texte nochmals auf Rechtschreibfehler gegenlesen lassen
Technik (HTML & CSS, Skripte)
- Browsertests auf allen neueren Browsern und verschiedenen Plattformen
- Skalierbarkeit der Schriftgrössen nach „oben“ und „unten“
- CSS-Hacks aus dem Standarstylesheet herausnehmen und als neue Datei einbinden
- finale Funktionsüberprüfung von Skripten: z. B. Kontaktformular und Googlemaps
- HTML validieren: beim W3C oder Validome
- CSS validieren: beim W3C
- RSS validieren: mit dem Feedvalidator
Sicherheit
- überflüssige Skripte, HTML-Dokumente und CSS-Dateien löschen (z. B. phpinfo.php)
- Kommentare aus der Entwicklungsphase, gerade bei Dateien mit PHP/XHTML-Mix, entfernen
- alle Verzeichnisse mit einer leeren index.htm versorgen
- publizierte E-Mail Adressen in irgendeiner Form gegen Spam schützen
- Datei- und Ordnerrechte auf dem Server anpassen
- CMS: Backend mittels htaccess und „harten“ Logins sichern
- CMS: Installations- und Setupskripte entfernen
Suchmaschinen
- robots.txt erstellen
- Sitemap für Google erstellen
- permanente Weiterleitung für http://domainname.tld via htacces einrichten:
RewriteEngine on
RewriteCond %{HTTP_HOST} !^(.*)\.domainname\.tld$ [NC]
RewriteRule ^(.*)$ http://www. domainname.tld$1 [R=301,L]
- wechselnde Titelinformationen für jede Seite
- Metataginformationen (wechselnd für die Keywords und Description) eintragen:
<meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8" />
<meta http-equiv="content-language" content="de" />
<meta http-equiv="Content-Style-Type" content="text/css" />
<meta http-equiv="imagetoolbar" content="no" />
<meta name="Language" content="German, de, deutsch" />
<meta name="title" content="" />
<meta name="Description" content="" />
<meta name="Keywords" content="" />
<meta name="author" content="" />
<meta name="publisher" content="" />
<meta name="page-topic" content="" />
<meta name="audience" content="all" />
<meta name="copyright" content="" />
<meta name="revisit-after" content="14 days" />
<meta name="robots" content="index,follow" />
<meta name="MSSmartTagsPreventParsing" content="true" />
- Seite bei Google anmelden
- ggf. die Seite bei einigen poulären Web 2.0 Diensten (z. B. Technorati, Mr. Wong) bzw. CSS-Gallerien anmelden
- Schnellcheck mit dem Webdienst Seitwert
- Spidertest mit dem Webdienst Seekbot
Was sich noch als ganz aufschlussreich für mich herausgestellt hat, ist das spontane Testen auf „exotischen“ Rechner-/Browserkombinationen: Wenn man sich also mal bei der Oma am Rechner oder in einem Internetcafe im südafrikanischen Hinterland befindet, lohnt es sich durchaus, spasseshalber ein paar Seiten aus eigener Produktion abzusurfen – da gab es bei mir ab und zu Überraschungen.
Über weitere nützliche Tipps freue ich mich via Kommentarfunktion.
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8 Kommentar(e) bisher
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> Geschrieben von Julian Schrader am 16.08.2007 um 00:53
Danke für die Liste — beim Punkt permanente Weiterleitung via .htaccess ziehe ich allerdings die umgekehrte Version vor: Weg mit der Subdomain "www."! ![]()
3
> Geschrieben von Malte am 16.08.2007 um 02:30
Sehr schoen!
Gefaellt mir mehr und mehr hier und lese auch aufmerksam mit.
Eins stoert mich aber noch in meiner 'Bequemlichkeit': gibt es ein RSS - Feed fuer die Kommentare?
gruss
Malte
4
> Geschrieben von Sven am 16.08.2007 um 04:59
Bei einigen Projekten lohnt es sich auch gleich das db-Backup einzurichten, via sql-Dumper etc.
Dann spart man sich das Anlegen, bzw. Ordner erstellen auf der HD pipapo... , wenn es an der Zeit ist.
5
> Geschrieben von Frank am 17.08.2007 um 08:55
@Julian: Da es letztendlich nur um die Vermeidung von "Duplicate Content" geht, ist es ja egal ob mit oder ohne. Hauptsache, eines von beiden ist inaktiv ![]()
@Malte: Im Moment noch nicht, mal kucken, wann ich Zeit finde.
@Sven: Das wird sicher mal ein eigener Artikel. Aber wieso muss ich keine Ordner anlegen, wenn ich mit dem Dumper die Datenbank dumpe?
6
> Geschrieben von Julian Schrader am 17.08.2007 um 10:08
@Frank: Natürlich, diesen Zweck erfüllen beide Lösungen. Allerdings möchte ich auch die Subdomain „www.“ weitestgehend vermeiden — es ist nicht semantisch, weil es in diesem Fall nicht als Subdomain verwendet wird. Ich finde man sollte etwas dagegen tun, dass sich eine „falsche“ Vorgehensweise so etabliert, wie das bisher der Fall ist — der normale Internetnutzer denkt bereits, am Anfang einer URI würde immer „www.“ stehen, wodurch dann Konstrukte wie „www.subdomain.domain.tld“ entstehen. Das ist doch Wahnsinn!
7
> Geschrieben von Sven am 18.08.2007 um 08:49
@Frank:
natürlich muss du Ordner anlegen, aber wenn mann es gleich "mit-erledigt", dann ist es halt fertig... :D
Inbesondere bei local erstellten Projekten.
@Julian:
Einige Kunden gehen meist über eine Suchmaschine und tippen dort ihre volle Domain ein, um auf ihre Site zu gelangen.
Es dauerte bsw. einmal ca. über eine Woche einem Kunden zu erklären, dass er seine Subdomain eben nicht mit der Variante „www.subdomain.domain.tld“ erreichen könne.
Was den "doppelten Content" angeht, hat da jemand denn schon mal negatives erfahren?
Bisher sind die Bots damit recht umgänglich gewesen – sprich es wurde ignoriert, aber fleissig "gescannt".
Auch ein Stöbern und Nachlesen in der "Bloggerszene" zum Thema ergab eher ein "Was solls...".
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> Geschrieben von Julian Schrader am 18.08.2007 um 13:08
@Sven: Genau das meine ich ja — dieses „www.“ ist in meinen Augen a) falsch, da es eine Subdomain ist, ohne dass eine Subdomain angebracht ist und b) schon viel zu fest in den Hirnen von Kunden usw. verankert.
Nur so kann es ja passieren, dass Kunden vor jeder x-beliebigen Subdomain immer noch ein „www.“ haben möchten — und das ist noch unsinniger, als die Subdomain „www.“ selbst. Das ist natürlich auch eine Glaubensfrage — ich finde es eben sinnvoller ohne „www.“. ![]()
Probleme mit doppeltem Content hatte ich bisher noch keine — allerdings habe ich auch fast immer den „www.“-Traffic auf die Variante ohne umgeleitet.
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> Geschrieben von Mephisto_ am 15.08.2007 um 23:38
Vielen Dank für die Übersicht. Bei meiner Checkliste haben doch noch 2-3 Sachen gefehlt.