vom 31.10.2007 um 11:58 Uhr von Frank | 3 Kommentar(e) | Trackback URL
Kategorie(n): Apple | 1918x gelesen

Nun gibt es noch mein persönliches und subjektives Fazit. In den nächsten Wochen muss sich 10.5 dann im Alltag beweisen und die aufgetretenen Problemchen müssen behoben werden. Aber nun weiter im Text…

OS X 10.5 ist meiner Meinung nach ein absolut gelungenes Update. Einige der Probleme von Tiger (wie z. B. das Verhalten des Finders im Netzwerk) wurden behoben, neue sinnvolle Funktionen integriert und insgesamt eine Menge Detailverbesserungen vorgenommen. Meiner Meinung nach rückt das OS mehr in den Hintergrund – man kann sich auf die Arbeit konzentrieren und bei Bedarf sind die vielen Helferlein und Tools sofort zur Stelle. Die fortgeschrittene programmübergreifende Integration aller Funktionen machen die Arbeitsabläufe reibungsloser denn je.

Meine persönlichen Favoriten an neuen Funktionen sind die folgenden:

Spaces

Es arbeitet nahezu perfekt, ich tummele mich trotz 2× 24” Monitoren mittlerweile auf 4 virtuellen Desktops. Das Verschieben von Fenstern in der Übersicht von Spaces (F8), das “Festdocken” von Programmen an bestimmten/allen Spaces – einfach genial. An eine Sache muss ich mich allerdings gewöhnen: Wenn z. B. Safari auf Space 2 mit einem Fenster aktiv ist, ich mich aber gerade auf Space 1 befinde und per Programmumschalter (APFEL-Tab) Safari auswähle, springt OS X auf Space 2 zu dem vorhandenen Safari-Fenster. Ich möchte aber eigentlich ein neues Fenster oder zumindest den Fokus auf Safari in Space 1, damit ich dann per APFEL-N ein neues Fenster erstellen kann. So bleibt nur der Weg über das Erstellen eines neuen Fenster in Space 2 und das Verschieben dieses in der Übersicht in Space 1.

Mail

Die Notizen sind genial einfach und genau an der richtigen Stelle. Vorher waren diese bei mir immer auf dem Dashboard als Notizzettel verstreut – gefunden habe ich trotzdem nichts mehr. Weiter sind die Aufgaben inkl. Übernahme in den iCal-Kalender eine tolle Neuerung für den Freiberufleralltag (so die Übernahme hoffentlich bald hier funktioniert?!), die automatische Erkennung resp. Übernahme von Adressdaten sowieso.

Finder

Die neuen Netzwerkfunktionen im Finder sind gigantisch, vor allem die automatisch sichtbaren Freigaben und das Screen-Sharing. Das sperrige “Mit Server verbinden” per Findermenu und anschliessende Eintippen einer IP oder alternativ das Anlegen von Netzwerkvolume-Aliasen entfällt somit. Damit kommen auch technisch nicht so versierte Nutzer schnell klar. Coverflow und Quicklook spielen hier nicht so die grosse Rolle, ich denke, dass ich die Vorschau für wichtiger erachte, nett ist es trotzdem, direkt im Finder schnell durch Bilder zu flippen.

Systemweite Rechtschreibprüfung

Als eher unscheinbare neue Funktion sind die systemweit vorhandenen roten Linien unter den falschen Wörtern jeglicher Texteingabebox, egal ob in E-Mail, Safari oder Pages, eine dufte Sache (fast hätte ich anstelle von “Funktion” “Funkotin” in deisem Satz geschrieben und deisem 3 Wörter vorher ist auch schön rot cheese). Das immer so anstrengende und fehlerbehaftete Korrekturlesen am Computermonitor wird so enorm erleichtert.

Deswegen spreche ich eine klare Empfehlung für das Update schon jetzt aus, nachdem die Kompatibilität der benötigten Tools geklärt wurde. Kleinere Probleme gibt es noch, diese behindern jedoch den Arbeitsablauf kaum bis wenig (wie das noch von 10.2 auf 10.3 war). Es lohnt sich auf jeden Fall, sich einmal in Ruhe selbst mit den Neuerungen auseinanderzusetzen, damit man diese danach im Arbeitsalltag sinnvoll einsetzen kann. Ich kann hier noch drei Seiten schreiben, selber antesten ist am Besten.

Allerdings empfiehlt es sich wie immer, nicht das Produktivsystem direkt zu updaten, sondern eine zweite Festplatte zu benutzen und zu testen bzw. die Programme zu installieren. Wenn alles läuft, kann man dann die Daten migrieren und unter 10.5 weiterarbeiten. Und ich habe den Eindruck, dass Leopard auf Intelmacs besser läuft. Mit dem G5 war alles etwas hakelig, das kann natürlich auch daran liegen, dass die neuen Macs wesentlich mehr Leistung haben. Deswegen ist es nun auch ein guter Zeitpunkt, der PPC-Plattform den Rücken zu kehren und mit den Intel-Maschinen richtig effizient bzw. leise zu werden. Von einem G4 System mit Tiger würde ich persönlich nicht mehr auf 10.5 updaten – hier empfehle ich den harten Schritt des Hard- und Softwareupdates (trotz dessen alles zusammen sehr teuer wird wegen der UB-Umstellung der Creative Suite usw.).

Noch einmal meine Bugs/Probleme zusammengefasst:

  • keine Übernahme von Aufgaben aus Mail in iCal
  • keine Videowiedergabe in Frontrow auf dem Mac mini im Vollbild
  • keine Ausblendung per APFEL-H vom Linotype Fontexplorer
  • inaktive Safari Tabs sehr dunkel und damit schlecht lesbar

Der ein oder andere mag sich vielleicht fragen, warum das Wort TimeMachine hier nicht auftaucht, oder warum ich iSync bzw. die anderen Tools nicht erwähne: Nun, über TM ist nun schon eine Menge geschrieben worden, ferner haben wir immer noch ein bewährtes Backup-Tool für alle Rechner im Einsatz. Deswegen hält sich mein persönliches Interesse im Moment noch in Grenzen. Und die anderen Programme scheinen nicht so sehr verändert, zumindest nicht auf den ersten Blick (iSnyc, DVD-Player, Schriftensammlung etc.).

Demnächst gibt es übrigens einen Beitrag zu dem 4 GB Superminimac, an dem ich gerade sitze (da immer wieder Nachfragen zu den 4 GB RAM kommen).

 

...hier geht's zum Formular ↓

1

> Geschrieben von Matt am 01.11.2007 um 00:51

Sowohl mein PowerBook als auch mein G4 mini arbeiten tadellos mit Leopard.

 

2

> Geschrieben von Bahram Pietsch am 01.11.2007 um 01:12

Danke für den Bericht.
Wir sind auch am Überlegen, ob wir auf den Leoparden umsteigen sollen, verwenden zu Hause aber nur PPC-Computer, iMac G5 und iBook.
Dein Bericht war auf jeden Fall eine gute Hilfe.
Danke,
Bahram

 

3

> Geschrieben von Daniel Mies am 05.11.2007 um 09:01

Also das über den Mac Mini interessiert mich auch brennend. Stehe vor der Entscheidung: Warten bis ich mir den großen iMac hole oder Mac Mini + Bildschirm holen und dann in Ram und Festplatte investieren.

 

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